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Viele Milionen Menschen benutzen bereits die Internet-Telefonie-Anwendung Skype (www.skype.com). Mit ihr kann man bei hoher Qualität umsonst über das Internet telefonieren. Bedroht Skype die Existenz der Telekom-Konzerne?

Ja! Skype ist eine echte Killerapplikation. Wenn sie sich durchsetzt, wird die klassische Telefonie abgelöst.
Skype ist ein Hype! Die Telekomkonzerne haben längst auch andere Umsatzträger als die klassische Telefonie.
Nein! Schon bald werden die Telecom-Konzerne Geld fĂĽr die genutzte Bandbreite einzelner Anwendungen verlangen. Dann kostet auch Skype etwas.

Welche Web - Community finden Sie am besten?

My Space
Studivz
lovelybooks
Xing
LastFM
ICQ
Sonstiges (bitte Vorschläge...)

Die virtuelle Welt "Second Life" ist derzeit eine der angesagtesten Web 2.0 Anwendungen. Haben sie schon ein zweites Leben?

Nein - das ist doch nur etwas fĂĽr Leute, die kein spannendes erstes Leben haben
Ich habe schon mehrfach davon gehört. Ich guck mir das mal an
Ich bin bereits in Second Life. Ist mir aber auf Dauer zu langweilig
Ich bin Second Life -Fan
Ich habe ein zweites Leben - aber nicht bei Second Life

Die heimliche Durchsuchung von Computern (sog. verdecktes Hacking) durch die Polizei ist illegal, hat der Bundesgerichtshof heute entschieden. Was halten Sie von dieser Entscheidung?

Das ist eine gute Entscheidung.
Die Entscheidung spielt allen Internet-Kriminellen von Sexualstraftätern bis zu den Terrornetzwerken in die Hände.
Ohne Gesetz kann man so etwas nicht machen. Jetzt muss eine Gesetzesänderung her

Das Online Computerspiel World of Warcraft wurde in wenigen Tagen fast 500 tausend Mal in Deutschland verkauft. Sind Sie auch Online-Gamer?

Ja - ich bin auch online
Ja - aber nicht bei World of Warcraft
Nein - das ist mir zu blöd
Nein - keine Ahnung, wie das funktioniert
Nie gehört

Holtzbrinck hat gerade erst 85 Millionen Euro für das Online-Netzwerk StudiVZ ausgegeben - nun folgt mit dem Mietmarktplatz Erento.com ein weiterer Zukauf im Web-Geschäft. Übernimmt sich die Verlagsgruppe mit diesen Zukäufen?

Ja! Holzbrinck wird beim Platzen der Web 2.0-Blase mit leeren Taschen dastehen. Die Preise sind viel zu hoch.
Nein! StudiVZ und Erento.com sind sinnvolle Zukäufe. Die Strategie von Stefan Holzbrinck stimmt!
Warren Buffet hätte sicher nicht gekauft. Verlage können es sich aber nicht leisten im Web abwesent zu sein. Time wil tell!

DER SPIEGEL wurde 60 Jahre alt. Ist er immer noch das Nachrichtenmagazin Nummer 1 in Deutschland?

Ja - trotz Focus, Stern, FAZ und anderen Zeitungen. DER SPIEGEL ist und bleibt unangefochten das beste Nachrichtenmagazin
DER SPIEGEL hat in den letzten Jahren stark nachgelassen. Zu Zeiten von Augstein war er noch deutlich bissiger
Nein - DER SPIEGEL hat die besten Zeiten lange hinter sich. Das Internet und internationale Magazine sind deutlich besser.

Das Community-Fieber hat Deutschland erreicht. Nach dem Börsengang von Xing hat nun der Holtzbrinck-Konzern die Community StudiVZ für 100 Mio. Euro gekauft. Ein guter Deal?

Ja - da sind ĂĽber 1 Million Leute drin. Das zahlt sich aus
Teuer aber gut. Mal schauen, ob es das Geld wert ist
Nein - da ist kein Geschäftsmodell dahinter. Werbung werden die User nicht akzeptieren und ob Google soviel Geld wie bei MySpace zahlt ist ungewiss.

Ebay ist mit seinem eigenen Angebot in China gescheitert und geht nun (wie zuvor bereits Yahoo) eine Kooperation mit dem chinesischen Anbieter Tom Online ein. Können sich Ebay und Yahoo in China trotzdem durchsetzen?

Nein! Die Chinesen werden es nicht zulassen, dass US-Firmen auch bei Ihnen Quasi-Monopole errichten.
Ja! Langfristig zählt die Marke, und da sind Ebay und Yahoo immer noch sehr stark.
US-Firmen haben immer ein Problem, wenn sie sich auf andere Kulturen einstellen mĂĽssen. Deshalb werden Sie nur Erfolg haben, wenn sie mit einheimischen Firmen kooperieren.

Die deutsch-französische Suchmaschine Quaero sollte eine Alternative zu Google werden. Das Projekt ist nun geplatzt. Kann man gegen Google überhaupt noch konkurrieren?

Ja! Google hat es ja selbst geschafft, dominante Vorgänger wie Altavista zu schlagen. Da geht immer was.
Nein! Googles Suchqualität ist kaum zu schlagen und Google ist als Marke zu bekannt.
Die einzige Chance besteht darin, die zunehmende Arroganz von Google zu nutzen. Je mehr User es satt haben, von einem Monopolisten mit proprietärer Software gegängelt zu werden, desto mehr werden sich zu einem Konkurrenten abwenden.

Im Online-Spiele-Markt dominieren die Konsolen von Microsoft (XBox) und Sony (Playstation). Jetzt hat der kleinere Konkurrent Nitendo die innovative Konsole Wii herausgebracht. Kann er damit zu den MarktfĂĽhrern aufschlieĂźen?

Ja! Wii läßt sich über die Fernbedienung steuern. Ein ganz neues Konzept, einfach genial!
Nein! Die beiden Platzhirsche haben eine zu groĂźe Fangemeinde und werden schnell aufholen.
Microsoft und Sony hatten beide schon groĂźe Probleme mit Ihren Konsolen. Da kann jederzeit eine neuer Wettbewerber aufschlieĂźen. Es werden auch noch ganz andere Konkurrenten kommen.

Nutzen Sie ihren Internetzugang am Arbeitsplatz auch fĂĽr private Zwecke?

Ja natürlich - ich nutze ihn täglich über eine Stunde für private Recherchen
Ja - aber nur in geringem Umfang
Nein - nur fĂĽr betriebliche Zwecke
Nein - das ist bei uns verboten

Die Telekom-Konzerne haben eine neue Vision, wie sie ihre Gewinne sichern können: Web-Unternehmen sollen für breitbandige Dienste zahlen. Wie finden Sie den Vorschlag?

Das wäre das Ende des Internet, so wie wir es bisher kennen.
Das ist ok! Die Telekommunikations-Unternehmen müssen mit ihrer aufwändige Infrastruktur auch gutes Geld verdienen dürfen.
Vielleicht wäre eine Art 'Bandbreitensteuer' besser, so dass die Belastung für kleine Unternehmen erträglich bleibt und die Innovationen nicht sterben.

Bei konkretem Tatverdacht hat das BKA in Zukunft Zugriff auf Privat-PC´s. Die Länder-Polizei darf und macht das schon länger. Haben Sie das gewusst?

Nein das wusste ich nicht. Das ist ja wie bei Orwell.
Nein - aber das ist ok, wenn man dadurch Straftäter aufspüren kann
Ja - aber es stört mich nicht
Ja - ich versuche mich dagegen zu schĂĽtzen.

Das Web 2.0-Netzwerk OpenBC/XING geht am Donnerstag an die Börse. Wird das Geld aus 2,5 Millionen Aktien zu 30 Euro ausreichen, um gegen den Marktführer LinkedIn international zu bestehen?

Ja! XING ist innovativer als LinkedIn. AuĂźerdem ist XING gerade in Asien weiter verbreitet.
Nein! LinkedIn ist in den USA stärker und hat viel mehr Mitglieder als XING. XING hat dagegen keine Chance.
Global ist Platz für zwei Netzwerke bzw. Communities. Früher oder später kauf der Eine dann den Anderen.

Yahoo baut die Führung um. Susan Decker könnte die neue starke Frau an der Spitze werden. Sie soll den Abstand zu Google verkürzen. Wird das gelingen?

Nein - Google wird auf absehbare Zeit unangreifbar sein
Yahoo hat das bessere Suchkonzept und baut auf Inhalte. Wenn die Werbeerlöse wieder steigen, könnte Yahoo den Rückstand auf Google verkürzen
Ja - Google erstickt am eigenen Erfolg. Yahoo wird auch wieder bessere Zeiten sehen
Yahoo hat so ziemlich alles falsch gemacht in den letzten Jahren. Die Firma muss sich gesundschrumpfen. Entlassungen werden unvermeidlich werden.

Bayerns Innenminister Beckstein will Herstellung, Vertrieb und Kauf von sog. Killer-Spielen mit bis zu einem Jahr Haft bestrafen. Was meinen Sie?

Ziemlicher Quatsch. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Gewalt und Killerspielen. Das ist in vielen Studien bewiesen.
Das ist der falsche Ansatz. Man kann das so nicht kontrollieren und treibt dadurch die Jugendlichen in die Illegalität
Genau richtig. Man muss die Jugendlichen durch Zugangsbeschränkung vor diesen Spielen schützen.
Ist mir egal.

Die US-Regierung hat die amerikanische Finanzbranche vor einem möglichen Hacker-Angriff durch al-Qaida gewarnt. Ist Al-Quaida technisch ausreichend fit, um Datenbanken oder Internetseiten von US-Banken angreifen (hacken) zu können?

Nein! Das sind paranoide Ängste. Die USA haben die sichersten IT-Systeme der Welt, da dringt kein Terrorist ein.
Ja! Al-Quaida hat sicherlich die finanziellen Mittel, um die besten Hacker der Welt fĂĽr einen solchen Angriff zu bezahlen.
Einzelne Banken mögen gefährdet sein, aber ein breiter Angriff ist sehr unwahrscheinlich und wird keinen Erfolg haben.

Die Community-Site für Studenten "StudiVZ" hat große Probleme mit Inhalten. Nazi-Sprüche und Sex-Stalker bringen das Unternehmen in Bedrängnis. Würden Sie sich dort registrieren?

Ich bin Mitglied, werde mich aber wegen dieser Vorfälle wieder abmelden
Ich bin und bleibe Mitglied. Die Seite ist eine hervorragende Kommunikationsplattform. Es gibt ĂĽberall schwarze Schafe
Nein ich werde mich dort nicht registrieren. Das ist mir zu schmuddelig
Ich werde mich registrieren und lasse mich von ein paar Idioten nicht abschrecken.
Ich werde mich gerade wegen der Vorfälle dort registrieren. Da ist offensichtlich was los

Die Google Aktie klettert erstmals ĂĽber die 500 Dollar Marke. Wird der Aktienkurs weiter steigen?

Ja - Google ist eine der erstaunlichsten Erfolgsgeschichten der Wirtschaft. Der Kurs steigt weiter
Der Kurs wird um die 500 Dollar schwanken. GroĂźe Steigerungen sehe ich nicht.
Nein - Google ist doch heute schon mehr wert als alle US-Autofirmen zusammen. Der Kurs wird zurĂĽckgehen.

Die Online-Kontaktseite OpenBC bzw. Xing will an die Börse und über einhundert Millionen Euro einnehmen. Werden Sie Aktien kaufen?

Das ist ĂĽbertrieben. Xing hat 6 Millionen Euro Umsatz. Ich werde keine Aktien zeichnen.
Ja, das ist die größte europäische Business-Plattform und besser als der amerikanische Konkurrent Linkedin.com. Ich bin beim Börsengang dabei
Leider habe ich kein Geld. Die Firma wäre aber ein interessantes Investment.

Die Web 2.0 Community OpenBC (neuer Firmenname: XING) plant den Gang an die Börse. Werden Sie dabei sein und Aktien kaufen?

Ja! Der Gründer Lars Hinrichs ist ein Erfolgsmensch. Er wird die Aktionäre reich machen.
Nein! Die Bewertung von OpenBC wird auf 100 Mio. geschätzt. Das riecht schon wieder stark nach Internet-Blase.
Als Depotbeimischung ist der Wert OK. Allerdings sollte man nur wenige Aktien ordern.

Bundesjustizministerin Zypries präsentierte den Entwurf zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung. Darin enthalten sind Vorschriften zur Vorratsdatenspeicherung von Personendaten. Was halten Sie davon?

Die Provider sind zur Datensparsamkeit verpflichtet. Der Gesetzentwurf verlangt jedoch die Speicherung aller Daten, ohne dass eine Notwendigkeit vorliegt. Ich bin dagegen
Das Ganze ist EU-Gesetz und muss umgesetzt werden. Wer keine Straftat im Internet begeht, fĂĽr den sind die 6 Monate Datenspeicherung doch unerheblich
Der Bundesgerichtshof hat die Speicherung von personenbezogenen Daten für unzulässig erklärt. Es gibt keinen Grund, warum die Provider Daten länger als bis zur nächsten Rechnung speichern müssen
Ist mir egal

WettrĂĽsten im Browser Krieg zwischen Microsofts Internet Explorer und dem Firefox von Mozilla. Welches ist Ihr Favorit?

NatĂĽrlich der Internet Explorer
NatĂĽrlich Firefox
Keiner von Beiden
Was ist ein Browser?

Bis zu 70 Prozent des deutschen Internet-Traffics läuft über P2P-Systeme. Sollten P2P-Plattformen verboten werden, um Copyright-Verletzungen zu verhindern und den Traffic auf sinnvolle Anwendungen zu lenken?

Nein! Wie soll denn das funktionieren? Sobald eine Tauschbörse geschlossen wird, schießt die nächste aus dem Boden, siehe Napster.
Prinzipiell macht das Sinn, wenn wirklich zu viele Copyright-Verletzungen vorliegen. Nur wie kann man das messen?
LaĂźt doch dem Internet freien Lauf. Solche P2P-Plattformen sind Innovationsmotoren und daher nĂĽtzlich.

Die Deutsche Telekom hat seit 1995 100.000 Arbeitsplätze abgebaut. Nun sollen nach einem Bild-Bericht weitere 32.000 bis 2008 folgen. Stirbt der größte deutsche Technologiekonzern einen langsamen Tod?

Nein! Es geht derzeit fast allen Telekommunikationskonzernen schlecht. Ihr bisheriges Basisgeschäft bricht weg.
Die Telekom geht noch pleite, wenn erst Telefonie über das Internet zum Standard gehört.
Nein! Die Telekom ist stark und wird durch die Entlassungen noch stärker.
Die Telekom wirft lediglich die Altlasten aus der staatlichen Post-Ära ab (insb. die vielen Beamten).

Dem japanischen Industrieverband zufolge hat YouTube ca. 30.000 Videoclips nach Beschwerden über Piraterie aus dem Netz genommen. Wird das Geschäftsmodell von YouTube durch Copyright-Verletzungen gefährdet?

Ja! YouTube könnte es bald so ergehen wir Napster.
Nein! Google als Muttergesellschaft von YouTube hat genug Geld, um Rechtsprobleme beizulegen.
YouTube sollte einfach Geld dafür verlangen, dass man Videos verbreiten kann. Bei Copyright-Verletzungen erhält dann der Rechte-Inhaber die Erträge.

Google schockt seine Konkurrenz: Im letzten Quartal stieg der Gewinn um 92%. Entsteht hier gerade ein neuer, gefährlicher Monopolist?

Ja! Google verdrängt mit seinem breiten Angebot immer mehr Wettbewerber. Der Kauf von YouTube und die Kooperation mit MySpace sind die Arme der 'Krake'.
Nur kurzzeitig! Wir sehen ja am Microsoft-Betriebssystem, dass früher oder später neue Konkurrenten auftreten, wie z.B. Linux.
Nein! Yahoo und andere sind noch stark genug sich zu wehren. Google verzettelt sich auch gerade.

Die British Library startet ein GroĂź-Projekt. Alle Briten sind fĂĽr heute aufgerufen, Ihren (Arbeit-)Tag in einem Blog zu dokumentieren. Wie finden Sie die Idee?

Tolle Idee! So gewinnt man einen repräsentativen Eindruck über die Internet-affine Bevölkerung.
Schlecht! Was soll das bringen? Es ist eine zu kleine Stichprobe (nur Internet-User) an zu wenigen Tagen (nur einem) ĂĽber kein klar definiertes Thema.
Es ist eine PR-Aktion fĂĽr die British Library. Die Idee selbst ist gut.
Es bringt auf alle Fälle Aufmerksamkeit, sich mit seinem Alltag einmal zu beschäftigen.

Bertelsmann hat die Web 2.0 Welle verschlafen. Nun wollen Sie die MySpace Community nachbauen. Wird das gelingen?

Bertelsmann hat keine Chance den RĂĽckstand aufzuholen. Um eine Community aufzubauen geht es um mehr als Geld.
Bertelsmann hat Zugriff auf KĂĽnstler, Autoren und Stars. Um diese Leute herum kann es gelingen
Ein Medienkonzern wie Bertelsmann wird neue Maßstäbe setzen - sowohl technisch als auch inhaltlich

China hat auch fĂĽr das Internet eine strenge Zensur. Google und Yahoo beugen sich dieser, Wikipedia jedoch nicht. Trotzdem wurde Wikipedia jetzt wieder freigeschaltet. Wie sollten groĂźe Internetfirmen mit Chinas Zensur umgehen?

Die Zensur boykottieren! Wikipedia hat es vorgemacht. Entweder soll China alle Inhalte zugänglich machen oder keine.
Das Internet sitzt am längeren Hebel. Gerade 'verbotene' Seiten werden 'in'. Das ist die beste Werbung.
Google und Yahoo haben recht. Ăśber Kooperation kann man gute Kompromisse erreichen.

Seit dem Kauf von MySpace und YouTube wird viel über die Zukunft des Internet diskutiert. Welche neue Entwicklung wird die nächste Evolutionsstufe 'zünden'?

Die nächste Evolutionsstufe des Internets wird auf einer audiovisuellen Basis aufbauen. Genau deshalb wurde z.B. YouTube von Google gekauft.
Das semantische Netz wird im Mittelpunkt stehen, so dass die Bedeutung von Worten und Texten von Suchmaschinen erkannt werden kann.
Die größte Veränderung wird dadurch entstehen, dass nicht nur der PC, sondern alle möglichen Endgeräte (Handys, PDAs, Kühlschränke) Zugang zum Internet bekommen.

Google möchte YouTube übernehmen, das vor nicht einmal zwei Jahren gegründet wurde. Kolportierter Kaufpreis: 1,6 Milliarden Dollar. Was halten Sie davon?

FĂĽr Google und Youtube ein genialer Schachzug. Jeder Dollar ist gut angelegt.
Der Kauf macht Sinn. Aber 1,6 Milliarden sind zuviel fĂĽr YouTube.
Das wird die erste große Pleite für Google. YouTube hat kein Geschäftsmodell und wird bald wegen Copyright Verletzung verklagt werden.

Das Internet wird immer mehr zum Spielplatz für Skurrilitäten. Besonders 'hip' sind derzeit jede Art von Rankings bzw. Votings. Welche Beispiele gefallen Ihnen am besten?

Stars bewerten unter: http://www.bunte-starcontrol.de/
Cartoons bewerten: http://www.dynoxicon.de/galerie.php? selection=XXX&sort=index &step=12&first=01
Die besten Fritten-Buden: http://www.fritts.de/start.html
Krimi-Voting: http://www.krimiblog.de/index.php?tag=voting
Voting auf Voteo: http://www.voteo.de
Uni-Ranking: http://focus.msn.de/wissen/ campus/unilisten/uni-ranking _aid_16421.html
Popstars bewerten: http://www.prosieben.de/music_cd/popstars/ kandidatinnen/voting/

Ein Konsortium aus 40 Verlagen hat auf der Buchmesse die BĂĽcher-Suchmaschine 'Volltext-online' vorgestellt. Kann das eine ernsthafte Konkurrenz zu Googles BĂĽchersuche werden?

Nein! Google hat eine so gute Technologie, da können andere kaum mithalten.
Ja! Die Inhalte sind entscheidend. Da können 40 Verlage schon viel bieten.
Es sollte allein schon deshalb gelingen, weil sonst das Google-Monopol weiter wächst.

Der Brockhaus Verlag stellt die Inhalte des Meyers Taschenlexikon online und bietet wie Wikipedia auch Möglichkeiten der Interaktion. Ist das das letzte Aufgebot der "old media" Verlage oder der Beginn der Offensive gegen die Online-Emporkömmlinge?

Brockhaus hat keine Chance gegen Wikipedia. Das Sterben der Lexikonverlage hat schon lange begonnen.
Endlich haben die Verlage verstanden, um was es geht. FĂĽr Wikipedia ist das Spiel noch nicht gewonnen.
Wikipedia hat gegen die großen Redaktionen und die hohe inhaltliche Qualität der etablierten Verlage nichts entgegenzusetzen. Wikipedia wird wieder verschwinden.

Die Frage der Kommerzialisierung im Internet wird in Blogs wie Spreeblick.com heiß diskutiert. Der Blogger Johnny fragt z. B., ob er bescheuert ist, dass er kein Geld mit seinen Veröffentlichungen verdient. Was denken Sie?

1) Ja! Johnny soll Geld damit verdienen und trotzdem selbst weiterbloggen.
2) Nein! Das wäre fatal für die Zielgruppe von Spreeblick und würde dem Blog schaden.
3) Das wäre in den USA überhaupt keine Diskussion. So eine Frage können sich nur Deutsche stellen.

Aus der Social-Software-Plattform OpenBC wird XING. Wie finden Sie den neuen Namen?

Schlecht! Warum kann man OpenBC nicht lassen. Es ist doch ein gut eingefĂĽhrter Name?
Sehr gut! Das hört sich sehr viel internationaler an, irgendwie etwas chinesisch.
Es ist egal! Wichtig ist doch die bereits etablierte Community. Der Name ist zweitrangig.

Das Standesamt im bayerischen Füssen bietet die Möglichkeit an, eine Hochzeit für 20 € auf Wunsch live im Internet zu übertragen. Würden Sie dieses Angebot annehmen?

Ja! So kann auch die alte Oma mit 90 Jahren dabei sein, obwohl sie nicht mehr reisen kann.
Nein! Bei meiner Hochzeit sollten die Gäste schon persönlich erscheinen. Man muss ja nicht jede Technologie auch nutzen.
Das ist echte Reality-Show und wĂĽrde mich nur dann begeistern, wenn es dafĂĽr auch Geld gibt.

Yahoo verzeichnet im laufenden dritten Quartal nachlassendes Anzeigenwachstum von Automobil- und Finanzunternehmen. Ist das ein erstes Zeichen fĂĽr ein AbkĂĽhlen der Konjunktur?

Nein. Das ist nur ein Zeichen dafĂĽr, dass Google mehr Anzeigen verkauft als Yahoo
Na ja, es ist schon ein Zeichen. Als erstes sparen Unternehmen beim Werbebudget
Ja, nach vier Jahren Wirtschaftswachstum kommt nun eine EintrĂĽbung. Das ist klar!

Die ARD plant eine Gebühr für internefähige PCs in Höhe von 5 € pro Monat. Zu recht ?

Ja. Auch im Internet brauchen wir eine Grundversorgung durch öffentlich rechtliche Anstalten.
Nein. Die staatlichen Sender sollten sich auf Radio und Fernsehen konzentrieren.
Ich weiĂź nicht.

Nach Amazon hat auch Apple Video Download angekĂĽndigt. Den passenden Player gibt es gleich dazu. Machen Sie mit?

Ja - ich bin bereits bei Itunes und werde auch Videos downloaden
Ja - den Player kaufe ich mir auch, wenn er in Deutschland zu haben ist
Nein - ich bleibe bei der DVD
Nein - ich habe keinen schnellen Internet-Anschluss
Ja - egal ob bei Amazon oder bei Apple

Internet Radio hat den Massenmarkt erreicht. Der Markt wächst um 30% im Jahr 2006. Hören sie auch schon Internet-Radio?

Ja - ich bin User von Radio Communities wie z.B. Last FM
Ja - ich höre vor allem die etablierten Sender im Netz
Ja -ich höre auch die Amateur-Radiosender im Netz
Nein - mir reichen die normalen Sender
Nein - ich weiĂź nicht, wie ich Internet-Radio empfangen kann

Amazon bietet in USA nun Filme zum Download an. Apple will nächste Woche nachziehen. Sind nun die Tage der DVD gezählt?

Nein - Es wird noch einige Jahre dauern, bis alles online gekauft wird. Auch Musik-CD´s werden ja noch verkauft
Ja - das ist der Anfang vom Ende fĂĽr Video-Verleihshops und die DVD

Taugt Web 2.0 als Waffe der Verbraucher?

Das Produktwissen wird größer und damit die Macht der Verbraucher.
Die Transparenz für den Verbraucher können Sites wie del.icio.us (Social Bookmarking), Digg.com (News-Selektion) oder qype.de (Schreiben von Gastronomie-Kritiken) fördern. Macht ist jedoch etwas anderes
Web 2.0 ist ein Marketingbegriff sonst nichts. Das Internet taugt aber in der Tat als Waffe der Verbraucher.

CDU Zentrale in Brandenburg ĂĽberwacht Emails von Ministern. FĂĽhlen Sie sich auch manchmal ĂĽberwacht?

Im Prinzip kann jede Email von Administratoren gelesen werden. Ich schreibe nichts Wichtiges in Emails rein
Ich weiĂź, dass man ĂĽberwacht werden kann. Aber ich kĂĽmmere mich nicht darum
Die Amerikaner und Franzosen hören uns seit Jahrzehnten ab. Da kommt es auf das Email auch nicht mehr an.
Nein, bisher war mir das nicht bewusst.

Google stellt BĂĽcher gratis ins Internet zum Download. Die bisher ausschlieĂźlich urheberrechts-freien Texte werden als PDF-Dateien angeboten. WĂĽrden Sie am Computer BĂĽcher lesen?

Ja - wenn ich die BĂĽcher kostenlos bekomme.
Ja -wenn es bessere Lesegeräte gibt z.B. einen Ipod zum Lesen
Nein - ich lese lieber ein Buch aus Papier, das ich mir auch ins Regal stellen kann
Nein - ich würde Bücher nicht durch ein Gerät ersetzen
Das kommt immer auf den Text an. Wenn es um kĂĽrzere Artikel oder Sachthemen geht dann schon.

Die Game Convention in Leipzig ging mit Rekord-Beteiligung zu Ende. Sind Sie auch ein Gamer?

Ja - ich spiele täglich Games
Ja - ab und zu spiele ich ganz gerne
Nein - da kann ich nichts dran finden

Schäuble möchte eine stärkere Kontrolle des Internets im Kampf gegen den Terrorismus. Sind Sie dafür?

Ja - das Internet ist Kommunikationsmedium von Straftätern und Terroristen
Ja - im Internet bekommt man alles, von der Bauanleitung fĂĽr Atombomben bis zur Panzerfaust
Nein - das Internet wird bereits viel zu stark ĂĽberwacht.
Nein - eine stärkere Kontrolle bringt auch keine besseren Erkenntnisse

Dale Dougherty von O’Reilly Media war auf der Suche nach einem passenden Titel für eine Entwicklerkonferenz für das Jahr 2004. So entstand der Begriff Web 2.0. Macht eine solche Bezeichnung Sinn oder führt sie in die Irre?

Die meisten Web 2.0-Elemente und -Funktionen wie Community oder Blogging sind doch ganz alt. Sie gab es unter anderer Bezeichnung schon 1999 als Newsgroups und Discussion Forum.
Eine Versionsnummer ist eine sehr gute Möglichkeit Fortschritte anzuzeigen. Leider gibt es keine klare Definition welche neuen Element darunter fallen.
Dale Dougherty ist nicht umsonst so einfluĂźreich. Wieder mal eine gute Idee von ihm.
Web 2.0 ist ein reiner Marketing-Begriff.

Google zahlt 900 Mio $ an MySpace, nur um deren Suchmaschine zu sein. Sind das erste Anzeichen fĂĽr eine weitere Internet-Blase nach 2000?

Das sind doch keine nachvollziehbaren Preise mehr. Die Blase ist längst wieder da!
Das ist ein sehr hoher Preis fĂĽr eine Suchfunktion. Google muĂź viel Angst vor Wettbewerbern haben.
Ach was sind schon 900 Mio $ gegen die vielen Millionen Nutzer von MySpace. Das rechnet sich.
Die Dummen werden die MySpace-Nutzer sein, die jetzt mit Google-Werbung bombadiert werden.

Die Internet-Apotheke DocMorris hat die erste Filiale in D eröffnet und vertreibt dort Medikamente weit unter dem Preis anderer Apotheken. Die Apotheken-Verbände und einige Politiker laufen dagegen Sturm. Soll DocMorris geschlossen werden?

Ja - DocMorris kann nicht die Beratung bieten, die beim Kauf von Medikamenten notwendig ist
Ja - dadurch werden viele Arbeitsplätze in vielen Apotheken bedroht
Ja - die Apotheker haben dadurch deutliche UmsatzeinbuĂźen
Nein - endlich werden Medikamente auch in Deutschland billiger
Nein - die Apotheker verdienen dann eben etwas weniger. Das Gesundheitssystem wird dadurch billiger
Nein - auch Medikamentenverkauf darf nicht durch staatliche Verordnungen geschĂĽtzt bleiben. Privilegien mĂĽssen abgebaut werden

Google bereitet seinen Einstieg ins Nachrichtengeschäft vor. Wird Google mit eigenen Inhalten erfolgreich sein?

Google fängt an zahlreichen Baustellen an, wird aber abseits des Suchgeschäftes nur mäßigen Erfolg haben.
Eigene Inhalte bedeuten eigene Redaktionen. Google hat das Geld, um hier erfolgreich zu sein.
Was soll das? Bei der Internet-Suche gibt es noch so viel zu verbessern.

Die Film- und Musikindustrie verliert Millionen € durch Raubkopien und Tauschgeschäfte auf Börsen wie Kazaa. Nun muß Kazaa in den USA angeblich 100 Mio. € Schadensersatz für Copyright-Vergehen zahlen. Ist das das Ende der Internet-Tauschbörsen?

Nur in den USA gibt es so wahnwitzige Schadensersatzsummen. Stirbt Kazaa steht schon die nächste Tauschbörse bereit. Das Internet wird siegen.
Das Geschäftsmodell der Film- und Musikindustrie ist veraltet. Auch wenn die Tauschbörsen den Copyright-Verletzungen Vorschub leisten sollten, so sind sie doch niemals zu stoppen.
Durch das weltweite Internet lassen sich Copyright-Verletzungen doch kaum mehr ahnden. Nur in wenigen Ländern werden sie überhaupt verfolgt. Die Börsen werden weiter wachsen.
Macht sie alle zu, dann machen sie in China wieder auf. Dort ist Copyright vielfach noch ein Fremdwort.

Laden Sie schon Videos aus dem Internet herunter ?

Nein, das ist mir noch zu mĂĽhsam.
Ja. Ich bin dabei.

Partnersuche ĂĽber das Internet ist ein Megatrend. Haben Sie es auch schon einmal versucht ?

Ja. Aber bisher erfolglos
Ja mit Erfolg.
Nein, bisher noch nicht, kann ich mir aber vorstellen.
Das ist nichts fĂĽr mich.

Eine Terrorgruppe mit Verbindungen zu El Kaida hat ein Video ins Internet gestellt, das angeblich die verstümmelten Leichen von zwei getöteten US-Soldaten zeigt. Die Tat wird in dem Film als Racheakt bezeichnet.

Das ist ein Kriegsverbrechen.
Die Iraker haben recht.
Solche Inhalte gehören nicht in die westlichen Medien

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