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VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard wirft das Handtuch. Nach zwei Jahren erfolgreicher Arbeit fällt er der Konzernumorganisation von Martin Winterkorn zum Opfer. Hat das negative Auswirkungen auf VW?

Ja! Die tollen Zahlen von VW beweisen, dass Pischetsrieder und Bernhard sehr gute Arbeit geleistet haben. Ohne sie wird VW harten Zeiten entgegen gehen.
Nein! Auch Winterkorn ist ein exzellenter Manager und wird VW auch ohne Bernhard erfolgreich machen.
Bernhard wurde überschätzt. Ein Einzelner kann keine Veränderungen in einem Konzern wie VW bewirken.

Bischof Huber geißelt die Maßlosigkeit von Managern. Was halten Sie davon?

Es gibt tausende von Managern, die jeden Tag das Wohl ihrer Firma und ihrer Mitarbeiter im Auge haben. Das sollte man bei aller berechtigter Kritik nicht vergessen.
Huber hat vor allem die Großkonzerne und Heuschrecken-Investoren im Auge. Da ist seine Kritik absolut berechtigt
Wer viel arbeitet und hohe Verantwortung trägt, soll auch gutes Geld verdienen. Die frommen Wünsche von Bischof Huber helfen hier nicht weiter.

Das ungezügelte Streben deutscher Topmanager nach Größe und Marktmacht entwickelt sich nach Ansicht von Kartellamtschef Böge zu einer ernsten Gefahr für den Wettbewerb und die freie und soziale Marktwirtschaft. Ist die Kritik berechtigt?

Ja. Die deutschen Manager richten sich zu stark an kurzfristigen Erfolgen aus. Dafür werden auch mal ethische Grundüberzeugungen über Bord geworfen. Das ist langfristig der falsche Weg
Nein. Die deutschen Manager handeln in der Regel verantwortungsbewusst, sowohl für ihre Unternehmen als auch unserer Gesellschaft gegenüber
Nein. Was soll dieses Geheule. Manager brauchen eine gewisse Härte, damit sich die Unternehmen auf dem Weltmarkt behaupten können.

Der ehemalige Enron-Chef Jeffrey Skilling ist wegen der Milliardenpleite des texanischen Energie-Konzerns zu 24 Jahren Haft verurteilt worden. Ist die Strafe zu hoch?

Nein! Schließlich verloren durch die Pleite mehr als 4000 Beschäftigte ihre Arbeitsplätze und Milliarden Dollar in den Pensionskassen der Mitarbeiter gingen verloren.
Ja! Das sind US-Strafen, die keinen Sinn machen. Dadurch bekommt kein Mitarbeiter seine verlorene Pension zurück.
Die Höchststrafen für die einzelnen Delikte summierten sich für Skilling theoretisch auf 185 Jahre. Das wäre angemessen.

Laut einem neuen Ranking des manager-magazin besitzen die 10 reichsten Deutschen jeweils über 5-16 Mrd €. Gönnen Sie ihnen das Geld?

Ja! Es sind ja alles aktive Unternehmer-Familien. Sie helfen Deutschland weiterzukommen.
Nein! Die Beispiele der Aldi-Brüder oder Herr Schwarz von Lidl zeigen, dass dies mit niedrigen Gehältern der Angestellten erreicht wurde.
Ich gönne es ihnen. Gleichzeitig fordere ich die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, um einige der Gelder wieder in das Gemeinwesen zurückzuführen.

Was sollten normale Bürger und Siemens-Mitarbeiter gegen gierige und unverantwortliche Manager unternehmen?

Gar nichts! Leute wie Klaus Kleinfeld haben nichts falsch gemacht, was man kritisieren könnte.
18%
Jeder Bürger muss helfen, die unerhörten Vorgänge in die Öffentlichkeit zu bringen, nur davor haben die Manager Angst. Blogs und öffentliche Abstimmungen, z.B. auf voteo.de sind ein gutes Mittel dazu.
40%
Der einzelne Bürger muss nichts tun. Die Medien greifen das schon von selbst auf.
15%
Egal was der einzelne Bürger oder Mitarbeiter macht, die Manager sitzen am längeren Hebel.
28%

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