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Der Aufschwung der Zeitarbeit in Deutschland wird sich in diesem Jahr noch verstärken. Marktführer Adecco plant für 2007 16.000 neue Jobs in Deutschland aufzubauen. Gefährdet billige Zeitarbeit normale Arbeitsplätze?

Nein! Zeitarbeit ist wichtig und bringt mehr Flexibilität in die Unternehmen. Das stärkt sie und ist positiv.
Ja! Die Entlohnung ist deutlich geringer als bei normalen Arbeitsverhältnissen. Die Zeitarbeit darf nicht weiter wachsen.
Zeitarbeit hat auch große Nachteile, z.B. bleibt das Wissen nicht dem Unternehmen erhalten. Nicht alle Arbeitsplätze können substituiert werden.

Die Telekom-Konzerne haben eine neue Vision, wie sie ihre Gewinne sichern können: Web-Unternehmen sollen für breitbandige Dienste zahlen. Wie finden Sie den Vorschlag?

Das wäre das Ende des Internet, so wie wir es bisher kennen.
Das ist ok! Die Telekommunikations-Unternehmen müssen mit ihrer aufwändige Infrastruktur auch gutes Geld verdienen dürfen.
Vielleicht wäre eine Art 'Bandbreitensteuer' besser, so dass die Belastung für kleine Unternehmen erträglich bleibt und die Innovationen nicht sterben.

Private-Equity-Gesellschaften aus England und den USA kaufen immer mehr deutsche Unternehmen auf. Wäre ein 'Ausverkauf' des deutschen Mittelstandes an ausländische Investoren für Deutschland gefährlich?

Ja klar! Der Mittelstand ist das Rückrad der deutschen Wirtschaft. Wird er geschwächt, so ist die Zukunft Deutschlands in Gefahr.
Die Investoren bringen oft mehr Effizienz und frisches Geld in die Unternehmen. Gleichzeitig plündern sie sie aus. Die Vorschriften wie solche Investoren agieren dürfen müssen geändert werden, dann muss es nicht gefährlich werden.
Nein! Direktinvestitionen sind etwas Gutes. Das bringt frischen Wind in die Unternehmen und macht sie wettbewerbsfähiger.

Angela Merkel will Arbeitnehmer z.B. mit sogenannten Investivlöhnen stärker am Unternehmenserfolg beteiligen. Ist das eine gute Idee?

Die Idee ist gut. Aber das sollte den Unternehmen doch selbst überlassen bleiben. Die Politik sollte sich nicht einmischen.
Gute Idee. Die Politik muss sich stärker für die Arbeitnehmer einsetzen. Die Unternehmensgewinne müssen allen zu Gute kommen.
Nein, das ist keine gute Idee. Sie schadet dem Standort Deutschland durch neue Regularien
Wenn die Politik solche Investivlöhne z.B. steuerlich begünstigt und auch für die Unternehmen Vorteile schafft, ist das eine gute Idee. Jeder Zwang ist abzulehnen.

Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke ist zurück getreten. Nachfolger wird der bisherige T-Mobil Chef René Obermann. Ist Obermann die richtige Wahl?

Ja! Er hat die Mobilfunktochter der Telekom erfolgreich wachsen lassen. So etwas benötigt nun auch der ganze Konzern.
Nein! Eine interne Lösung mit Obermann ist ein ängstlicher Schritt. Um alte Strukturen aufzubrechen wäre ein externer Kandidat besser gewesen.
Das wird man sehen. Noch ist es zu früh darüber den Stab zu brechen.

Wirtschaftsminister Glos will den Kündigungsschutz nach dänischem Vorbild lockern. Z.B. soll im ersten Monat der Arbeitslosigkeit kein Geld bezahlt werden. Was halten Sie davon?

Alle Maßnahmen, um die Arbeitslosigkeit zu senken, sind überlegenswert. In Dänermark funktioniert dieses System
Die Lockerung des Kündigungsschutzes hat keine Auswirkung auf die Zahl der Arbeitsplätze. Das System erleichtert Unternehmen, sich von Arbeitskräften zu trennen und entlastet die Sozialsysteme auf Kosten der Arbeitslosen
Die Lockerung des Kündigungsschutzes öffnet der unternehmerischen Willkür Tür und Tor. Noch mehr Arbeitsplätze werden noch schneller ins Ausland verlagert.

Die chinesische Großbank ICBCEs legte den größten Börsengang aller Zeiten hin. Pikantes Detail: Die Bank war vor kurzem fast pleite und wurde vom Staat über Miliardenzuschüsse gerettet. Kann ein solches Unternehmen erfolgreich sein?

Ja! Der chinesische Markt ist so groß, dass es gar keine Frage ist, ob das Unternehmen erfolgreich sein wird.
Nein! Das ist eine 'Blasen-Firma' und hochriskant
Solange chinesische Manager und Firmen nicht besser kontrolliert werden, stehen sie ihrem Erfolg selbst im Wege.

RWE verkauft den Wasserversorger Thames Water für 12 Milliarden Euro, obwohl das Unternehmen erst 2003 erworben wurde. RWE verbucht einen Gewinn von mehreren hundert Mil. €. Werden nun auch normale Unternehmen zu Hedge-Fonds?

Ja, so kann man es sagen! Zu viele CEOs machen genau das Gegenteil von dem, was ihre Vorgänger für richtig hielten.
Nein! Vier Jahre sind ja eine lange Zeit. Hedge-Fonds verkaufen früher.
Warum eigentlich nicht? Die Margen im Energiegeschäft können so 'aufgepeppt' werden.

Unternehmensberatungen wie McKinsey haben in Deutschlands Wirtschaft großen Einfluß. Viele Ex-Berater wechseln zu Kunden wie der Deutschen Post. Sind gute Berater auch gute Unternehmer?

Unternehmensberater sind meist sehr schlechte Unternehmer, sonst hätten sie ja eines gegründet.
Intelligenz allein reicht nur selten aus, um gute Geschäfte zu machen.
Berater sollten beraten, aber nicht entscheiden. Das ist der Unterschied.
Ohne Ex-Berater läuft doch in den großen Dax-Unternehmen schon lange nichts mehr. Gut, dass es sie gibt.

Auf fast 250 Mrd. Euro addiert sich die Pensionslücke der Dax-Unternehmen. Gibt es in Deutschland einen ähnlichen Fall wie in Amerika mit General Motors

Es wird Dax-Unternehmen geben, die durch hohe Pensionsverspflichtungen an den Rand des Ruins gebracht werden!
Das ist kein Problem für die Unternehmen - vor allem bei steigenden Zinsen
Ein Fall wie bei General Motors ist in Deutschland kaum vorstellbar, da fast alle Verpflichtungen kapitalgedeckt sind
Die Unternehmen haben ihre Hausaufgaben gemacht. Amerikanische Verhältnisse sind in Deutschland nicht denkbar
Da kenn ich mich nicht aus!

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