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Bei Siemens brennt nun die Luft in den Vorstandsbüros. Was kommt noch?

Pierer hat auch Dreck am Stecken. Auch er wird noch entzaubert
Mal schauen ,ob Siemens nicht ganz zerschlagen wird
VW ist ein müder Abklatsch. Das wird die Republik noch einige Zeit unterhalten.
Ich glaube, das meiste haben wir gesehen

Das Land Niedersachsen hat seinen Widerstand gegen eine weitere Amtszeit von Ferdinand Piëch an der Spitze des VW-Aufsichtsrates aufgegeben. Ist das gut für VW?

Ja! Piech ist ein begnadeter Techniker und Manager. Er wird VW zu einer glänzenden Zukunft verhelfen.
Nein! Piech ist ein reiner Machtmensch. Zu viel Macht in einer Hand führt oft zu Fehlentscheidungen, die VW nicht helfen werden.
Entscheidend für den Erfolg von VW ist nicht der Aufsichtsrat sondern der Vorstand und das mittlere Management. Piech allein spielt keine entscheidende Rolle.

Das MAN-Management ist mit seinen milliardenschweren Kaufplänen für den schwedischen Konkurrenten Scania gescheitert. MAN war es nicht gelungen, für ihr Vorhaben die Rückendeckung der Scania-Großaktionäre zu bekommen. Wie wird es nun weitergehen?

Scania bleibt selbständig! Niemand möchte sich ein zweites Mal blamieren.
VW wird in den nächsten Monaten versuchen, weitere Anteile an Scania und MAN zu kaufen. Irgendwann kommt dann von VW ein Übernahmeversuch.
Scania selbst geht in die Offensive und übernimmt MAN. Finanzinvestoren werden gerne dabei helfen.

Im Prozess um Peter Hartz gibt es offensichtliche Absprachen zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Ist das in Ordnung?

Ja - Hartz gibt ja fast alles zu. Dann soll er auch ein niedriges Strafmaß erhalten
Es ist nicht in Ordnung, wenn die Staatsanwaltschaft den Angeklagten auffordert, andere Leute zu beschuldigen. Die Staatsanwaltschaft muss ausgewechselt werden
Nein - die Öffentlichkeit hat das Recht zu erfahren, mit welchen Prostituierten sich Vokert und Hartz vergnügt haben. Diese Peinlichkeiten kann man den beiden nicht ersparen.

Die VW-Fahrer Giniel de Villiers und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz führen bei der Paris Dakar. Wie hoch schätzen sie den Werbeeffekt für VW ein?

Gering! Es wird doch kaum darüber berichtet. Ich glaube nicht, dass VW viel mehr Autos dadurch verkauft.
Hoch! Das verbessert das sportliche Image erheblich. Man hat den Eindruck der VW-Touareg ist für die Wüste gebaut.
Der Effekt wäre viel größer, wenn echte Serienautos zum Einsatz kämen. Dann könnte auch der Normalverbraucher sich damit evtl. identifizieren.

VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard wirft das Handtuch. Nach zwei Jahren erfolgreicher Arbeit fällt er der Konzernumorganisation von Martin Winterkorn zum Opfer. Hat das negative Auswirkungen auf VW?

Ja! Die tollen Zahlen von VW beweisen, dass Pischetsrieder und Bernhard sehr gute Arbeit geleistet haben. Ohne sie wird VW harten Zeiten entgegen gehen.
Nein! Auch Winterkorn ist ein exzellenter Manager und wird VW auch ohne Bernhard erfolgreich machen.
Bernhard wurde überschätzt. Ein Einzelner kann keine Veränderungen in einem Konzern wie VW bewirken.

Niedersachsens Ministerpräsident Wulff will mit anderen Volkswagen-Eignern einen Pakt gegen Porsche schmieden. Ist das eine gute Idee?

Ja - VW ist so tief in der Krise. Eine Führung durch Porsche wäre ein Silberstreif am Horizont
Nein - Wulff kann Piech nicht leiden. Er will den Einfluss von Porsche deswegen begrenzen
Nein - Wulff versucht zu verhindern, dass das "VW-Gesetz", gegen das Porsche klagt, gestoppt wird, damit Niedersachsen seinen Einfluss behalten kann. Es geht Wulff nur um die Arbeitsplätze. Was VW jedoch braucht, ist eine echte Restrukturierung

Ex-VW Vorstand Peter Hartz steht wegen Untreue vor Gericht. Im Fall einer Verurteilung droht Hartz eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren, er könnte aber auch mit einer Bewährungsstrafe davonkommen. Welche Strafe wird er bekommen?

Er wird als Ex-Vorstand mit Bewährung davon kommen.
Da die Summen um die es geht recht hoch sind, ist eine geringe Freiheitsstrafe von 1-2 Jahren nicht auszuschließen.
Die Justiz wird hier ein Zeichen setzen wollen und den Strafrahmen voll ausnutzen.
Er wird frei gesprochen.

Die Affäre um Lustreisen und Bestechungsgelder im VW-Konzern geht in die nächste Runde. Heute verhaftete die Staatsanwaltschaft den ehemaligen VW-Konzernbetriebsratschef Klaus Volkert. Hat er gesetzeswidrig gehandelt?

Volkert ist der Prototyp eines Funktionärs, dem die Macht und das Geld zu Kopf gestiegen sind. Der Haftbefehl ist korrekt.
Letztlich war Volkert nicht besser und nicht schlechter als andere in der VW Führung. Er ist das Bauernopfer.
Volkert hat bei VW viel Geld verdient. Sein Gehalt und die Spesen sind jedoch nicht ungewöhnlich und daher ist der Haftbefehl nicht gerechtfertigt.

Nun geht auch noch der Markenchef des VW-Konzerns Wolfgang Bernhard. Wird das die Sanierung von VW erschweren?

Ja - Bernhard ist ein ausgewiesener Experte und einer der besten Automanager weltweit. Ohne ihn wird es noch schwieriger
Nein - was hat Bernhard denn bis jetzt bewirkt. Ohne ihn kann die Führungscrew neu und befreit durchstarten
Das hat keine Auswirkungen - weder positiv noch negativ. Entscheidend ist, ob die Gewerkschaften mitspielen.

Der von VW gebaute Bugatti Veyron soll am 29.10 einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord für Serienautos aufstellen. Wird VW mehr Autos verkaufen, wenn der Rekord von 390 km/h geknackt wird?

Ja! Das ist für das Image des VW-Konzerns ein wichtiger Baustein. Langfristig wirkt sich das positiv aus.
Nein! Dafür interessieren sich höchstens solche Leute, die niemals VW fahren würden, da sie bereits einen Ferrari und einen Aston Martin haben.
Das kann man nie so genau sagen. Aber technisch ist es eine spannende Sache.

Bei den Tarifverhandlungen zur Sanierung der deutschen VW-Werke scheinen die Eckpunkte klar zu sein. Produktionszusagen für die 6 deutschen VW-Werke für eine 33 Stundenwoche ohne Lohnausgleich. Ist das eine gute Lösung?

Der Kompromiss ist ausgewogen und fair.
Das ist vor allem ein guter Abschluss für die Arbeitgeber. Die Gewerkschaften haben zu stark nachgegeben.
Den Vertretern der Gewerkschaft ist im Rahmen des Möglichen ein guter Vergleich gelungen. Für die Arbeitgeber sind 33 Stunden zu wenig
Beide Parteien können mit diesem Kompromiss nicht leben. VW wird nicht konkurrenzfähig und die Arbeitgeber haben zu wenig zum Überleben.

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